Spielberichte

4:3 - Erfolg im Derby-Nebel bei KAB

Christian - Mario, Kai S., Pate, Thomas - Mark G., Matti, Marc B. - Tobias - Micki, Kai C.

Wechsel: 55. Minute - Ralf für Tobias, Boris für Kai C.

                  65. Minute - Björn für Thomas

Tore:         Micki (Thomas), Matti (Marc B.), Mark (Kai C.), Mark (direkter Freistoß)

Gelb:        Marc B.

         

Sieben - Fortschritt in der Favoritenfalle

Eine Spielzeit mit vielen unbekannten Mannschaften verhieß schon in der Vergangenheit selten Gutes für den Fortschritt. Nachdem die neuen Hulks von der Metro den tapferen Neu-Stralauern bereits letzte Woche die Grenzen des Alterns aufgezeigt hatten, machte die Berliner Dependance von Kameruns Fussball-Nachwuchszentrum leider dort weiter.

Wieder gut gekämpft so lang es ging, mit 0:2 in die Halbzeit, um dann am Ende doch wieder sieben Gegentore zu bekommen. Egal, sempre avanti, am besten mit nem Dreier in zwei Wochen bei der Rückkehr auf den Lasker.

Christian - Thomas, Björn, Ralf, Mario - René, Sepp (ab 58. Hauke) , Matti, Micki - Jens - Matze (ab 46. Marco)

0:7 bei den Überfliegern von Hulk City

Christian - Kai - Mario, Patte, Ralf, Jens - Micki, Matti,Mark, René - Matze

Wechsel: 46. Minute Boris für Kai, 60. Minute Karl für Mark

0:0 bei Kunst

Christian - René, Ralf, Patte, Schirmi - Marc B., Matti, Jens, Kai - Micki, Marco

Wechsel: 46. Minute - Thomas für René und Mark G. für Micki, 65. Minute - Matze für Marco

Gelb: Patte

 

Stabil geblieben- Fortschritt holt Remis bei den Künstlern

Montagabend, Flutlicht, leichter Nieselregen. Für viele Fußballer ideale Bedingungen, um gegen die Pille zu treten. Auch das orangefarbene Kombinat freute sich auf das Gastspiel bei der BSG Kunst.

Der Fortschritt wollte den positiven Saisonstart weiter fortführen und war sich einig, dass gegen die kampfstarke Mannschaft der BSG unbedingter Einsatz gefordert ist.

Und die Friedrichshainer begannen konzentriert, diszipliniert und spielfredig. Die Kugel lief das ein oder andere Mal mehr als ansehnlich durch die Reihen und von Beginn an hatte man Gegner und Spiel unter Kontrolle. Dies lag auch daran, dass sich die Hausherren sehr weit zurückfallen liessen, fast schon schien es, als betrachteten die Künstler das fortschrittliche Treiben mit Ehrfurcht. Vor allem Neuzugang Zlotty schaffte es immer wieder, die Abwehr der BSG in Verlegenheit zu bringen.

Nach etwa 20 Minuten aber legten die Gastgeber ihre Zurückhaltung ab und attackierten die Jungs von Alt-Stralau früher und aggressiver. Christian musste nun auch ab und an auf der Hut sein. Zum Ende der ersten Halbzeit aber fanden die Männer vom Trainerduo Momo/Philipp (Mario weilte im wohlverdienten Urlaub) wieder zurück zu ihrem Spiel und kurz vor dem Pausenpfiff hätte Micki nach schönem Zuspiel von Matti fast die Führung besorgt, verfehlte jedoch die Kiste der Gastgeber.

So ging es also torlos in die Pause, die man dazu nutzte, sich neu zu justieren.

Der zweite Durchgang begann ähnlich wie der Erste. Fortschritt liess Ball und Gegner laufen und man bekam nun auch den Eindruck, dass mehr Zug zum Tor enststand. Immer wieder schaltete sich Matti in die Angriffe ein und versuchte, seine Mitspieler in Position zu bringen. Zlotty konnte sich auf dem Flügel immer wieder durchsetzen und wie Mehltau legte sich eine trügerische Sicherheit über das fortschrittliche Spiel. Dies führt dann dazu, dass man ab und an ein wenig sorglos in der Rückwärtsbewegung agierte und nur Christian ist es zu verdanken, dass hierbei kein Schuss nach hinten los ging. Mehrfach rettete der Keeper vor einschussbereiten Künstlern und selbst, als er einmal ausgespielt wurde, drängte er den gegnerischen Stürmer so weit ab, dass dieser nur ans Aussennetz schiessen konnte.

Zum Ende der Partie drängte dann aber wieder der Fortschritt und Zlotty hatte die Riesenchance zur Führung. Wunderbar freigespielt durch Altmeister Matze stand der 2.Marc frei vor dem Tor der Hausherren und schoss erst den Torwart an, von wo der Ball an die Latte prallte. Doch allein das herrliche Zuspiel von Matze, der die Kugel im Stile eines Toni Kroos  benutzerfreundlichst in die Schnittstelle der Künstlerabwehr spielte zeigte, dass die Routiniers aus dem Kiez durchaus auch Fußball spielen können.

Da aber auch der BSG kein Kunstgriff mehr einfiel, endete das Spiel 0:0. Ein Unentschieden, was absolut in Ordnung geht und mit dem die Fortschrittler sehr gut leben können. Blieb man doch auch in dieser Partie weitestgehend stabil. Eine Eigenschaft, die auch in den kommenden Partien gegen Hulk und Titan von Nöten sein dürfte

 

Fortschritt nicht munter aber WACH - Gegner nicht da!!!

14 mehr oder weniger ausgeschlafene Fortschrittler mussten am Samstag unverrichteter Dinge - noch nicht einmal nen flotter Trainingskick war drin, da der Platzwart seine Vorgaben sehr ernst nahm - wieder ab ziehen, denn unser Gegner KSF Anadolu-Umutspor kam nicht. Leider informierten sie darüber erst am Samstagmorgen......

Nun denn: der erste Dreier ist perfekt...

 

1:1 bei Helgoland

Christian - Mario, Ralf, Björn, René - Mickie, Mark, Marc, Kai - Jens - Marco

Wechsel:           46.Minute - Tobias für Jens und Thomas für Mario

                            65.Minute - Matze für Kai

Tor:                     Jens (Kai)

Gelb:                  Tobias

Besonderes:     Lembke verdaddelt nen Elfmeter - Zitat: seines Mitbewohners: "Heul doch! Jeder muss so leiden

                                                                                                                                               wie er es verdient...:-)".

Knappes 1:2 im Pokal gegen Landesligisten FSG Lichtenrader Füchse

Christian - Mario, Björn, Ralf, René - Patte - Hauke, Micki, Matti, Marc B. - Martin

Tor: Micki          Vorlage: Matti

Gelb: Mario, René

Wechsel: 55.Minute - Matze für Hauke und Benjamin für Micki

Besonderheit: Micki kehrt in der 75. für en verletzten Martin zurück (wie wir nun wissen irregulär) und knipst

 

Zum Saisonende 2:3 bei Comet

Christian - Mario, Björn, Patte (70. Matze), Thomas - René (46. Stephan), Matti, Jens (46. Felix) - Mciki, Kai, Marco

Tore: Felix (Gegner), Matti (FE/Mario)

5:2 gegen die Kickers beim Abschied vom Lasker!!!

Thomas - René, Björn, Patte, Mark - Micki, Matti, Sepp (75. Ralf), Jens - Marco (65. Boris), Kai (55. Tobias)

Tore: Kai (Matti), Micki (Kai), Marco (Sepp), Marco (Mark), Tobi (direkte Ecke)

Gelb: ???

 

Goodbye Lasker-Arena! Fortschritt verabschiedet sich mit 5:2 gegen die Kickers

Der Himmel weinte zum Tagesanbruch, als der Fortschritt zu seinem letzten Heimspiel in der Lasker-
Arena antrat. Gegen die Kickers sollte dabei auch der erste Sieg auf heimischen Geläuf eingefahren

werden.

In den Tagen vor dem letzten Heimspiel machte Kai in einer emotionalen, pathetischen und

wundervollen Mail an die Mannschaft klar, dass dies eine besondere Partie sein würde. Zu frisch

auch noch die Erinnerungen an das 4:4 im Hinspiel, als der Gegner in der gefühlt 13.Minute der

Nachspielzeit den Ausgleich erzielen konnte.

Der Fortschritt begann das Spiel dementsprechend engagiert. Bei eigenem Ballbesitz wurden

Spielgerät und Gegner munter laufen gelassen. In der Rückwärtsbewegung blieb man aggressiv

und kam auch nach Ballverlusten schnell hinter den Ball. Einzig die Chancenverwertung war zu

bemängeln. Allein nach der ersten Viertelstunde hätte es 2 oder 3:0 für die Orangenen stehen

können. Allein Micki hatte gute Einschussmöglichkeiten, doch auch Kai und Marco hätten die

Begegnung entscheiden können, bevor sie für den Gegner begonnen hat.

Doch vielleicht hat der Fußballgott vorgesehen, dass es bis zur 18.Minute dauern sollte, ehe Matti

eine wohltemperierte Flanke in den Strafraum schlug, wo sich Kai alle Zeit der Welt nehmen konnte

und die Kugel volley und mit einer Akkuratesse eines Schweizer Uhrmachers ins lange Eck schoss.

Die hochverdiente Führung für die Gastgeber. Und der Fortschritt blieb dran, ließ dem Gegner

kaum Luft zum Atmen. Die Defensive um Björn und Patte wurde kaum gefordert, weil das fleißige

Mittelfeld alles abräumte, was auch nur den Hauch von Angriffspotential hatte. So brauchten

die Kickers die gütige Hilfe des Schiedsrichters, um zum Ausgleich zu kommen. Mit dem ersten

ernstzunehmenden Angriff kam der Gast in de Strafraum, doch der Stürmer wurde vom mitlaufenden

René gut und vor allem fair abgedrängt. Der Stürmer versuchte mittels eines langen Beins an den

Ball zu kommen und entschied sich, als er merkte, dass dieses Unterfangen erfolglos bleiben würde,

mittels theatralischem Schrei und melodramatischem Gesichtsausdruck, einen Elfmeter zu schinden.

Von dieser Laienkomödie zutiefst beeindruckt zeigte der Unparteiische auf den Punkt. Auch zum

Erstaunen der Gegner, der dann aber doch unberührt und unhaltbar für Thomas zum 1:1 traf.

Mit diesem für die Kickers mehr als schmeichelhaften Ergebnis ging es in die Pause und für den

Fortschritt gab es dort nur eine Parole: Weitermachen, nicht nachlassen. Keine drei Minuten nach

Wiederanpfiff ließen die Friedrichshainer Altmeister diesen Worten Taten folgen. Kai schlug eine von

zahlreichen Ecken punktgenau auf den Elfmeterpunkt, wo Micki vollkommen freistand und den Ball

wuchtig und platziert per Kopf ins Tor beförderte. Nun war der Bann gebrochen. In der 51.Minute

dann schlug Fortschritt-Knipser Marco zu, als er einen feinen Paß von Mark zum 3:1 veredelte. Nach

genau einer Stunde war es erneut Marco, diesmal nach schöner Vorarbeit von Sepp, der das 4:1

besorgte. Die Kickers außer Rand und Band, der Fortschritt wie im Rausch. Immer wieder rollte ein

Angriff nach dem anderen auf das Tor der Gäste und der neutrale Beobachter verstand nun, warum

der Keeper der Gäste versuchte, sich zum Anpfiff mit einem orangefarbenen Trikot auf den Platz

zu schleichen. Mit seinem, nach Intervention des Schiedsrichters angezogenen, quietschbunten

Leibchen sorgte der Torsteher dann selbst für den fünften Treffer der Hausherren. In der 68.Minute

schlug Tobi eine Ecke scharf und hart genau auf die vom Spielgeschehen ohnehin wackelige Brust des

Keepers, von wo der Ball dann ins Tor fiel. Das Spiel war nun längst entschieden und so ließ man den

Kickers ein wenig mehr Raum. Doch zu mehr als dem ergebniskosmetischen 5:2 reichte es dann nicht

mehr.

Mit diesem auch in der Höhe hochverdienten und für die Kickers dankbarem 5:2 bricht Fortschritt

Friedrichshain seine Zelte am Lasker-Platz ab und zieht auf die Stralauer Halbinsel. Nach einer

schönen und ereignisreichen Zeit zeigen unsere Friedrichshainer Helden, dass man nie zu alt ist, um

zu neuen Ufern aufzubrechen.

"Respektable" 0:3-Niederlage beim nun feststehenden Aufsteiger

SC Schmargendorf II - Fortschritt Friedrichshain 3:0 (2:0)

Aufstellung:

Christian - Mario, Ralf (30. Micki), Kai, Thomas - Martin (46. Boris), Matze, Matti, Jens, René - Marco

Gelb: Mario

1:7 gegen SFC III

Christian - Mario, Patte, Björn, Volker (35. Mark) - Micki, Matti, René - Marco, Kai (46. Matze) - Jens

Tor: Micki (Marco)

Gelb: Patte, Matti

Fortschritt total unterlegen - 0:7 gegen FC Polonia

Nach der Sensation der Vorwoche war die Luft raus beim Fortschritt. In allen Belangen unterlegen hatte man beim 0:7 gegen den FC Polonia keine Chance. Die letzten zehn Minuten dann auch nur noch zu zehnt waren alle froh, als es vorbei war. Mund abputzen und weiter gehts.

Aufstellung: Christian - Mario, Björn, Patte (ab 25. Minute Kai), Thomas - Matti, Mark, Sepp - Matze, Tobi (ab 60. Min. Martin) - Marko

Gelb: Mark, Marko

 

Oh Fortschritt du Schöner!!!

Sensationeller 4:1-Auswärtssieg beim Polnischen Olympiaclub

Nach komplizierter Personallage noch am Mittwochabend, welche sich während diesem entspannte, jedoch mit Boris verletzungsbedingter (Gute Besserung!!!) Absage am Donnerstag wieder zuspitzte, war es notwendig in einer äußerst kurzfristig organisierten Blitzaktion sieben Stunden vor Anpfiff, einen Schnelltransfer über die Bühne zu bringen. Erfreulicherweise mit Erfolg - willkommen beim Fortschritt Martin!!! Ebenso überraschend und spontan das Comeback von Tobias - willkommen zurück Tobi!!! Jetzt hieß es nur noch, die defensive Tannenbaumausrichtung erfolgreich aufs Spielfeld zu transportieren. Was soll ich sagen? Dies ist uns perfekt geglückt, mit viel Kampfgeist, passenden Nadelstichen und auch dem Glück des Tüchtigen gegen einen zumindest in der ersten Halbzeit dauerhaft anstürmenden und immensen Druck auf die Fortschrittdefensive ausübenden Gegner. Genug des Geplänkels - hier sind sie die fortschrittlichen Einser-Schüler:

Christian

Gewohnt souverän und gespickt mit großartigen Paraden hielt unser Franz Wohlfart,  chancenlos beim Führungstreffer des POC, seinen Kasten sauber.  Note: 1+

Mario

Inzwischen mit großer Erfahrung auf der Position des linken Außenverteidigers erwischte der Energetiker aus Moabit einen grandiosen Tag. Zweikampfstark, großartig im Timing und überdies nach vorne agierend gebührt auch ihm die Note: 1+

Patte

Abgeklärt, mit viel Übersicht und stets perfekt mit seinem IV-Bro Björn abgestimmt, organisierte Patte Stranzl die Fortschritt-Abwehr. Bonmot: Sein, trotz langen Wartens auf den Pfiff des Schieris, sicher verwandelter Elfer kurz vor Ende des Spiels. Note: 1

Björn

Abgeklärt, mit viel Übersicht und stets perfekt mit seinem IV-Bro Patte abgestimmt, organisierte Redondo Karaus (tiefer positioniert als Redondo dereinst) die Fortschritt-Abwehr. Note: 1

Thomas

Gewohnt engagiert, sowohl in Zweikampfverhalten und motivatorischer Ansprache komplettierte unser Psycho-Guru die starke Leistung der Fortschritt-Abwehr. Note: 1

Matti

Abermals mit einem Riesenaktionstradius stopfte Matti Hunt sämtliche Löcher, die sich auftaten und steuerte überdies zwei wunderschöne Assists bei. Note 1+

Mark

Seine Rolle im Zentrum des defensiven Dreier-Mittelfelds erfüllte Mark Jarolim auf gewohnt dynamische Art und Weise, so dass durchaus einige Spieler des Gegners von ihm träumen werden. Note: 1

René

Im zweiten Spiel auf der Dreier-Sechs entdeckt der Schreiber dieser Zeilen René Eberl peu á peu  ungeahnte Kopfballstärke, diese sogar belohnt mit dem Assist zum Ausgleich. Aus Bescheidenheit hätte es "nur ne 2" gegeben aber mein voller Körpereinsatz zur Verhinderung eines Torschusses beschert auch mir die Note: 1

Matze

Später eintreffend aufgrund Polizeikontrolle wegen Schlängellinienfahrt lief unser Methusalem Matze auch auf dem Platz unentwegt und gelegentlich in Schlängeln. Zur Beschreibung seiner Leistung zitiere ich Christians Lob unmittelbar nach Abpfiff: "Matze, dein bestes Spiel für den Fortschritt ever!!!" Note: 1+

Tobias

Nach langer Pause ist er zurück unser kulturschaffender Tobi. Unter persönlicher Aufsicht lieferte er, wie man es nicht anders von ihm kennt, ein von erster Minute hochengagietes Spiel mit einer Reiher schöner Aktionen und vor allem ganz viel Herz ab. Schön, dass du wieder da bist Tobi!!! Note 1

Marco

Was soll ich sagen? 3 Zähne - 3 Tore - noch keine 33!!! Großartiger Tag Marco Mandzukic! Und morgen einen wundervollen 32. Geburtstag!!! Nicht zu vergessen dein Assist vorm Elfer - hat ja zum Glück nicht weh getan:) Note: 1+

Martin

Debüt unseres Blitztransfers Martin Max (nicht DER!). Kam nach eineer Stund Frieren rein auf der 8 aber reihte sich alsbald im kollektiven Toreverhindern ein. Schön, dass du auf uns gestoßen bist Martin. Abermals: Willkommen beim Fortschritt!!! Note: 1

Momo, Michaela und Janine

Super Coaching, super Support!!! Note: 1+++

 

Tore:  0:1 (12.), 1:1 Marco (23. / René), 2:1 Marco (33. / Matti), 3:1 Marco (51. / Matti), 4:1 Patte (E 87. / Marco)

Wechsel: Martin für Tobias (56.)

 

Geiler Sieg - geiler Abend!!! Danke euch allen!!!!!

Immer noch dauergrinsend René Eberl

 

 

0:0 bei BEKA- Viva el Fortschritt

Nach der blamablen, peinlichen und in allen Belangen beschämenden Derbypleite gegen

KAB war der Fortschritt bei den favorisierten Katalanen von BEKA auf Wiedergutmachung

aus. So sammelten sich am frühesten Sonntagmorgen in Tegel 14 wackere Kämpen, plus

Momo, plus familiären Anhang in Form von Sohnemann Ralf und Schwester Micki.

Unabhängig vom Ergebnis konnte und sollte es nur darum gehen, den desaströsen und

unverschämten Eindruck der Vorwoche wieder wett zu machen. In einer konspirativen

Sitzung am Vortag kungelte das Trainertrio folgende Aufstellung aus:

Christian - Matze, Patte, Björn, Thomas - Matti, Ralf, René -Roland, Boris – Kai

Von Beginn an lag der Fokus der Friedrichshainer auf einer starken und kompakten

Defensive. Hierzu rückten die drei „Sechser“ bei Ballverlust immer wieder geschickt

i Richtung ballbesitzender Gegenspieler. Organisiert von Christian, Patte und Björn

entstanden somit kaum freie Räume für die Gastgeber. Durch die disziplinierte Arbeit nach

hinten von allen (!) Fortschrittlern, hatte die Innenverteidigung immer wieder einen freien

Mann, der lange Bälle in die Tiefe ablaufen konnte.

Die Partie spielte sich zunächst meist im Mittelfeld ab. BEKA fand, wie gesagt, keine Lücken

im Abwehrgeflecht der orangenen Routiniers, die ihrerseits wiederum aber oft zu hektisch

agierten, wenn sie einmal eine Konterchance bot. So sahen die Trainer und Zuschauer eine

taktisch geprägte Auseinandersetzung, bei der ob der Spielstärke des Gegners zunächst

auch kaum auffiel, dass BEKA nur zu zehnt spielte.

Kurz vor der Pause gab es dann auch so etwas wie Tormögliichkeiten. Zunächst konnte

Christian einen Schuss der Gastgeber problemlos parieren. Auf der anderen Seite traf Matti

aus etwa 18 Metern den Ball nicht voll. So blieb es zur Halbzeit beim torlosen Remis.

Nach dem Wechsel kam Mario für den aufmerksam spielenden Matze, bekleidete aber

Renés Position im Mittelfeld, der wiederum auf die Position des linken Verteidigers

wechselte. Das Spiel wurde nun etwas offener. Fortschritt versuchte bei eigenem Ballbesitz

ruhiger zu agieren und schaffte es nun auch ab und an, gefällig durchs Mittelfeld zu

kombinieren. Des Öfteren war aber zu erkennen, dass im letzten Angriffsdrittel die Kraft

und Konzentration fehlte. Nach etwas mehr als einer Stunde, und nachdem Micki für Boris

eingewechselt wurde, hatte der Fortschritt eine gehörige Portion Glück. René räumte etwa

22 Meter vor dem eigenen Tor seinen Gegenspieler rustikal weg, der jedoch kam trotzdem

zum Schuss und der Ball landete im Tor. Da aber der Schiedsrichter die Aktion eines Drittel

des Trainertrios abpfiff, zählte der Treffer nicht. René holte sich seine gelbe Karte mit einem

Lächeln ab.

Überhaupt war neben der kämpferisch herausragenden Leistung aller Friedrichshainer zu

erkennen, dass man endlich auch einmal mit Körpereinsatz und taktischen Fouls spielte.

Auch wenn Matti und Björn dieses durchaus legitime Stilmittel unterschiedlich interpretierten.

Während Matti einen Konter im Mittelfeld mit einem leichten Foul unterband, griff Björn in der

Schlussphase einfach mal zu, und wehrte einen langen Ball mit der Hand ab. Eine für den

Gegner durchaus ärgerliche, für den Gast aber wichtige Aktion.

In der 75.Minute feierte dann Philipp sein ersehntes Comeback und kam für den läuferisch

starken Kai. Chancenmäßig gab es für den Gegner noch eine Einschussmöglichkeit, als

es das einzige Mal etwas unorganisiert in der Fortschritt-Defensive zuging. Zehn Minuten

vor dem Ende dann parierte Christian glänzend einen Kopfball. Überhaupt agierte der

Friedrichshainer Keeper äußerst souverän.

Doch auch der Fortschritt hatte nun klarere Möglichkeiten. Zunächst konnte Mario den

Ball nach einer Ecke nicht unter Kontrolle bringen, dann war es wieder ein Eckball, der

unbehelligt von allen Spielern, durch den Fünfmeterrraum segelte. Dann verzog René

einen Ball aus etwa 20 Metern am Tor vorbei. In der letzten Minute dann durfte Patte einen

Freistoss schiessen und zirkelte den Ball von der Strafraumgrenze auf das Lattenkreuz.

So blieb es am Ende beim vollauf verdíenten 0:0. Und wieder einmal zeigte sich, dass der

Fortschritt nur dann stark ist, wenn alle Spieler zusammen arbeiten, zusammen kämpfen.

Wenn sie füreinander laufen und kämpfen und miteinander positiv reden. Wenn auch

nur ein Spieler meint, 5% weniger Einsatz reichen, hat man keine Chance. Ist auch nur ein

Spieler der Meinung, 3% Tuttern seien nicht so schlimm, hat man keine Chance. Wenn jeder

bereit ist, sich zu 100% in den Dienst der Mannschaft zu stellen, ist der Fortschritt für jede

Mannschaft ein äußerst unangenehmer Gegner.

 

Patte

Der Dokumentationspflicht wegen!!!

1:4 gegen KAB:-(

Christian - Mario, Patte, Björn, René - Micki, Mark, Matti, Roland,- Kai, Marco

Wechsel: 46. Jens für Mark, 60. Boris für Roland, 70. Matze für Patte

Tor: Kai (Vorlage Gegner)

2:3 gegen Beach United

Tja, dumm gelaufen für den Fortschritt. So kann man die unglückliche 2:3 Heimniederlage gegen Beach United wahrscheinlich am besten zusammenfassen. Mit genau 11 mittelalten Spielern wollte der Fortschritt die favorisierten und jugendlichen Strandkicker ein wenig ärgern. Und das gelang letztendlich besser als erwartet. Die mit drei, vier feinen Einzelspielern und leider auch einigen mit überschaubarem Denkvermögen ausgestatteten Blauen waren zu Beginn noch nicht auf der Höhe, als Marco sich gekonnt auf dem rechten Flügel durchsetzte und butterweich ins Zentrum flankte, wo Matze nur noch einzuschieben brauchte. Der Fortschritt machte die Räume eng und wollte sich nicht zu weit raus locken lassen um Kräfte zu sparen. Eigentlich klappte das ganz gut, wenn die Gäste nicht nach zehn Minuten aus stark abseitsverdächtiger Position zum Ausgleich gekommen wären. Dumm gelaufen.

Nur kurze Zeit später spielten dann nur noch 10 vs 10. Doppelrot und dumm gelaufen für den Fortschritt, der jetzt ohne Wechselspieler die restliche Spielzeit den Jungspunden hinterherhecheln musste. Was war passiert? Sepp wurde nach einer Ecke für den Fortschritt durch einen beherzten Rempler an der zügigen Rückkehr in die Innenverteidigung gehindert. Es folge ein erstes Wortgefecht und als Sepp sich dann doch auf den Weg nach hinten machen wollte, gabs zum Dank noch ein berherztes Nachtreten des stark aufmerksamkeitsbedürtigen Blauhemdchens. Ein kurzes mehr oder weniger männliches Brust-an-Brust- Gebalge und schwupps gings für beide vom Platz...einer ging mit mehr Anstand der andere eher mit weniger.

Kurz darauf ging es unglücklich weiter. Ein Beacher nutzte einen Zweikampf mit Jens zum Bodenturnen und der Schiri pfiff Handelfmeter. Dumm gelaufen und 1-2. Danach hatte der Fortschritt bis zur Halbzeit ein ums andere mal Glück, als das eigene Gehäuse mehrfach getestet wurde, aber der Fortschritt hatte auch einen immer wieder super stark reagierenden Keeper Christian. Die vor der Saison vom Aufstieg träumende Gastmannsschaft konnte sich in erster Linie durch Tempo und Einzelaktionen Chancen erarbeiten. Es blieb aber alles doch recht überschaubar, auch da kein größerer taktischer Plan des Gegners erkennbar war außer des gemeinschaftlichen Sammelns gelben Kartons wegen Meckerei. Und hinten wurde die jungen Männer zusehends nervös, so auch als Jens aus dem Halbfeld einfach mal in den Strafrum chipte, der ein oder andere Gegner am Ball vorbeisprang und Marco gedankenschnell seine Hüfte zum erfolgreichen Torkullerer nutzte. 2-2 Mitte der zweiten Halbzeit.

Sollte der Fortschritt mit Rumpfaufgebot mal wieder eine kleine Überraschung schaffen? Das Spiel war nun tatsächlich etwas offener. Der Fortschritt durfte sich noch zweimal beim Gestänge bedanken, doch die wackeligen blauen Hintermänner liebäugelten immer wieder mit dem vielleicht entscheidenden Patzer. Doch dann liefs nochmal dumm für den Fortschritt. Wie '86 im Finale von Mexiko wollte man zuviel und lief kurz vor Ende in den spielentscheidenden Konter.

2-3, ärgerlich das Ergebnis, noch ärgerlicher aber die Gegner. Wenn man nach dem 3-2 Siegtreffer die Gegner als Wi@§&€r bezeichnet, ist das schon recht erbärmlich, wenn mans neben dem Schiri macht, ist es auch noch hochgradig dämlich. Viel Spaß bei der Sperre. Dumm gelaufen :-)

Kader: Christian - Mario, Sepp, Kai, René - Micki, Matti, Ralf, Jens - Matze, Marco

Tore:    Matze (Marco), Marco (Jens)

Gelb:   Mario, René

Rot:     Sepp

Immer noch keine Rückrundenpunkte - 2:3 bei Kunst!

Es liefen auf: Christian - Mario, Patte, Björn, Thomas - Micki, Mark, Matti, René - Jens, Ralf

Wechsel:        30.Minute Matze für Björn; 46.Minute Stephan für René

Tore:                 Jens (Matti); Matti (Jens)

Gelb:                Ralf

1:5 gegen Rixdorf - ein Griff ins Klo!!!

OHNE WORTE!!!

Christian - Matze, Kai, Ralf, Björn - Micki, Matti, Mark, René - Roland, Marco

Wechsel: 46. Mario für Matze;  60. Jens für Roland;  65. Thomas für Micki

Tor: Ralf nach Vorlage Jens

Gelb: Mark und Mario

Erfolgreiche Aufholjagd im Test bei Türkiyemspor III zum 3:3

Am letzten Sonntag verschlug es das Fortschritt-Kollektiv zum Freundschaftsspiel nach Kreuzberg. Bei strahlendem Sonnenschein ging es gegen die sehr angenehmen und fairen Testspielgegner von Türkiyemspor III.

Trotz reichlich hervorragender Chancen, die jedoch allesamt ungenutzt blieben, musste der Fortschritt mit einem 0:2 Rückstand in die halbzeit gehen. Kurz nach Wiederanpfiff fiel dann das 0:3

Fortan konnte mit viel Kampfgeist ein noch höherer Rückstand verhindert und ab der 70. Minute gar Zählbares erzielt werden. Pattes Anschlusstreffer per Handelfmeter folgten in den letzten 8 Minuten des Spiels sogar noch zwei weitere Tore durch Roland und Mario, welche den verdienten Ausgleich zum 3:3 möglich machten. Den Elfmeter erzwang Roland mit einem Schuss aus 18 Metern und die beiden weiteren Assists steuerte Mark mit einem tollen Pass auf Roland und einer wundervoll getretenen Ecke bei

Insbesondere die Schlussphase mit der dort gezeigten Moral sollte Ansporn für einen erfolgreichen Rückrundenstart sein.

Für den Fortschritt liefen folgende Spieler auf:

Christian, Patte, Björn, Mario, Ralf, Matti, Micki, Kai, Mark, Marco, Roland, Benjamin, Volker, Jens und René

 

6:0! Der Fortschritt ballert sich ins neue Jahr!

Der Beginn des neuen Jahres startete mit dem Nachholspiel der letzten Hinrundenpartie

gegen den BSC Comet. Kurzfristig wurde das Spiel im Stadion „Casa del Momo et Patte“

verlegt, was jedoch der Motivation der orangenen Helden keinen Abbruch tat.

 

Mit Libero und Dreierkette

Das Trainertrio bastelte eine vermeintlich neue Aufstellung, die sich bei näherem

Hinsehen jedoch als durchaus bekannte Variante entpuppte. Mit Libero hinter einer

Dreierkette, davor dann vier laufstarke Mittelfeldspieler – Sicherheit und Ordnung stand

auf der Fortschritt-Agenda zunächst an erster Stelle:

Sepp- Patte- René, Björn, Schirmi- Matti, Mark, Stephan, Felix- Micki, Marco

(Ralf, Mario, Matze)

 

Furioser Beginn

Wer jedoch gedacht hat, dass die Jungs vom Laskerplatz behutsam und sanft beginnen,

sah sich bereits mit dem ersten Angriff getäuscht. Vom Anstoss weg wurde schnell nach

vorne kombiniert und bereits in der ersten Minute gab es den ersten Torschuss. In der

zweiten Minute gab es den ersten Eckball für den Fortschritt und in der dritten Minute

das erste Tor: Ein durchdacht vorgetragener Angriff über Schirmi und Felix landete bei

Marco, der die Kugel flach und scharf in die Mitte passte. Dort verpasste Micki den Ball

doch am langen Pfosten wartete schon Matti, der überlegt zum 1:0 einschob.

 

Stephan und Matti mit Tordebüt

Die meisten Spieler der Fortschrittler waren nur wenig bzw. gar nicht am Ball, da stand

es schon 2:0. Wieder war Micki beteiligt, diesmal als Vorlagengeber für Stephan, der in

der achten Minute ebenso sein Tordebüt feierte, wie Matti zuvor.

 

3:0 nach zehn Minuten

Die Jungs vom Comet wurden geradezu überrannt. Zwei Minuten nach dem zweiten

Treffer krachte es dann auch zum dritten Mal im Tor der ganz in blau angetretenen

Gäste. Matti schickte Marco auf die Reise und der Sturmwirbler der Friedrichshainer

Vorzeigekicker markierte mit seiner Spezialität, dem eingeschwungenen Lupfer mit

halber Drehung, das 3:0. Draußen rieben sich Coach Momo, die Auswechselspieler

Ralf, Matze und Mario sowie die zur Unterstützung anwesende Familie von Marco, Steffen,

Volker und Philipp verwundert, erstaunt und fassungslos die Augen: wann hatte man den Fortschritt einmal

dermaßen giftig, aggressiv und effizient gesehen?

 

Fortschritt verwaltet das Spiel

Auch die Mannen um Kapitän Mark hatten nun vielleicht ein wenig Angst vor der

eigenen Courage und ließen es nun nicht nur etwas ruhiger angehen, sondern auch dem

Gegner etwas mehr Platz. Gerade die drei Offensivspieler der Gäste zeichneten sich

durch technische Qualitäten aus, doch es gelang Comet nie, das von Sepp gehütete Tor,

ernsthaft in Gefahr zu bringen. Dennoch machte sich eine, wenn auch nur hauchzart

spürbare Nervosität bei den Hausherren breit, weiß man doch zu gut, wie so ein Spiel

laufen kann, wenn hier, wie auch immer, der Anschlusstreffer fallen sollte.

 

Pausenstand 3:0

Doch auch wenn der Fortschritt sich nun (vielleicht zu sehr) darauf beschränkte, den

Gegner kommen zu lassen, hatte man die Partie im Griff. Bis zur Pause gab es kaum noch

Höhepunkte auf beiden Seiten und so ging man mit einem 3:0 in die Kabine.

 

Fortschritt kommt aggressiv aus der Kabine

Dort wurde nun Ralph für den laufstarken Stephan eingewechselt; ein Wechsel,

der, wie auch die anderen, aufgrund von Absprachen des Trainertrios und nicht aus

Leistungsgründen vorgenommen wurde. Mehr Kompaktheit in der Mittelfeldzentrale

war nun die Devise. Wobei die Marschroute dann von Björn und Patte an jeden

Mitspieler einzeln ausgegeben wurde: Sofort Druck, sofort auf das 4:0 gehen. War dieser

Balanceakt zwischen defensiver Ordnung und offensivem Spiel in der Vergangenheit

des Öfteren kein leichtes Unterfangen für den Fortschritt, so gab es diesmal keine

Probleme. Im Gegenteil: sollte man sich auf Seiten des Comets auch nur ansatzweise

etwas vorgenommen haben, das Vorhaben wurde im Keim erstickt.

 

Wieder ein Blitzstart: 4:0

In der 50.Minute wurde ein Angriff der Gäste im Mittelfeld abgefangen, Patte mit einem

langen Ball zu Marco, der dann, wintersportgerecht, jeglichen Gegen- und Mitspieler, der

sich ihm in den Weg stellte umkurvte und flach zum vierten Tor einschob.

 

Comet will Schadensbegrenzung

Nun war es auch dem letzten Pessimisten klar: der dritte Saisonsieg sollte nur noch

eine Frage der Höhe sein. Nach einer Stunde kam dann Mario für Micki, der, obwohl

angeschlagen, läuferisch eine starke Leistung bot und mit etwas mehr Fortune durchaus

einen Treffer hätte erzielen können. Der Comet hatte keine Strahlkraft mehr und schien

nur noch darum bemüht zu sein, nicht vollends unterzugehen. Doch auch in dieser

Hinsicht machte ihnen der Fortschritt einen Strich durch die Rechnung. Der in der

70.Minute für Felix eingewechselte Matze unterband in der 75.Minute den Spielaufbau

der Gäste schon im Ansatz, sein Ball landete bei Matti und der Lichtenberger Micoud

erzielte mit seinem zweiten Treffer das 5:0.

 

Marco mit Dreierpack

Den Schlusspunkt setzte sieben Minuten vor Abpfiff dann Marco. Vom überragenden

Matti in Szene gesetzt, glich der sechste Treffer einer Kopie des vierten. Wieder nahm

Marco Anlauf über mehrere Gegenspieler und wieder schob er flach(!) ein.

 

Comet nimmt Schlusspfiff mit Erleichterung auf

Am Ende konnte man einigen Gästespielern die Erleichterung ansehen: es war

vorbei. Sie sahen ins Auge des Orkans und wurden von einer Fortschrittmannschaft

auseinandergenommen, die von Beginn an keinen Zweifel aufkommen ließ, wer die drei

Punkte holen sollte.

 

Dritter Saisonsieg

Zugegeben, Comet hatte mehr Ballbesitz und der Fortschritt bot in dieser Saison

durchaus auch schon spielerisch bessere Leistungen. Doch mit einer brutalen

Effektivität in den Anfangsminuten und einer bis zum Schluss durchgehaltenen Disziplin

holte der Fortschritt die Punkte 9,10 und 11.

 

Überragender Matti, eiskalter Marco, starker Schirmi

Neben Matti setzten natürlich Dreifachtorschütze Marco und vor allem auch Schirmi

die Glanzlichter. Gerade der rechte Fortschrittverteidiger, spielte ruhig und abgeklärt

und verhinderte in einer einmaligen Mitleidsaktion Mattis dritten Treffer, als er

sich todesmutig in dessen Freistoß warf, und den Ball ca. 20 Zentimeter über dem

Kunstrasen abwehrte.

 

Toller Start ins neue Jahr

Felix, sonst für offensive Highlights zuständig, war die personifizierte Zuverlässigkeit

auf der rechten Seite. Immer wieder half er aus, wenn es in der Rückwärtsbewegung

zu Lücken kam. René leistete mit viel Disziplin und Laufbereitschaft seinen Beitrag

dazu, den gegnerischen Angreifern die Lust zu nehmen. Björn zeichnete sich mit starker

Präsenz in der Abwehrzentrale aus und sorgte in der zweiten Halbzeit gemeinsam

mit Patte und Ralph dafür, dass sich plötzlich nicht Verteidiger an Stürmern, sondern

Comet-Angreifer an Fortschritt-Abwehrspielern zu orientieren hatten. Mark sorgte in

der Schaltstelle des Fortschritts dafür, dass wenig bis gar keine Räume für den Comet

entstanden. Zudem tat er sich zum Ende des Spiels als Chefdiplomat aus, als er eine

kurze Diskussion zwischen Patte und René (Thema: „Freistösse schnell ausführen-

pädagogische und anthropologische Folgen im soziokulturellem Umfeld zwischen

Gentrifizierung und Kiezanthologie“) einfühlsam und dennoch deutlich beendete. Sepp

verbrachte einen sonnigen Samstagvormittag im Tor des Fortschritts und setzte dabei in

der ersten Halbzeit auch modisch-sportliche Akzente.

Ein toller Start ins neue Jahr für den Fortschritt und wieder einmal die Folgerung:

Gemeinsam ackern, gemeinsam spielen, gemeinsam helfen, gemeinsam gewinnen!!!

DREIER KNAPP VERPASST

Mit kämpferischem Auftritt nach 1:3 zurückgekommen, in Führung gegangen und doch nicht belohnt worden, da die Kickers in gefühlt 120ter Minute zum 4:4 ausgleichen konnte......

Aufstellung: Patte - Mario, Ralf, Jens, Thomas - Mark, Matti, Stephan, Schirmi - Marco, Boris

Wechsel:     Kai für Boris (46.), Björn für Stephan (55.), René für Thomas (60.)

Torfolge:      0:1 Mark (26., Freistoß), 1:1 (28.), 2:1 (51.), 3:1 (66.), 3:2 Marco (77., Schirmi), 3:3 Ralf (82., Matti),

                     3:4 Jens (83., Kai), 4:4 (95.)

Gelb:           Mark

2:5 bei juvenilen Strandkickern

Ein Ergebnis, welches (noch) ohne Kommentar belassen werden soll!!!

Aufstellung: Thomas - Patte - Mario, Björn, Kai, Karl - Matze II, Ralf, Stephan, Felix - Boris

Wechsel:     René für Karl (25.), Mark für Kai (46.), Roland für Boris (58.)

Tore:             1:0 (15.), 2:0 (34.), 2:1 Felix (44., Kai), 3:1 (51.), 4:1 (72.), 5:1 (74.), 5:2 Mark (78., Stephan)

Gelb:            Björn

 

Gestärkt trotz Niederlage

Sonntag, 10 Uhr Gürtelstraße. Der Favorit und sich wohl auch selbst als Übermannschaft sehende SFC Friedrichshain III erwartet die wackeren Kämpfer vom Fortschritt zum Ostkreuzderby. Wollte man auf Seiten der orangenen Laskerkicker das Spiel wegen Personalmangels noch verlegen, konnte das Trainertrio zu diesem Spiel dann doch noch 13 Leute motivieren. Natürlich lag dies auch an sehr viel Improvisation seitens des Trainerkollektives, nachdem sich der Gegner zwar rechtlich korrekt, aber sportlich durchaus fragwürdig gegen eine Spielverlegung gesträubt hat.

Benjamin mit Comeback oder: Das Phantom lebt!

Kurz vor dem sonntäglichen Showdown konnte Momo noch Felix für die Teilnahme an diesem Himmelfahrtskommando gewinnen. Bertram kam quasi direkt von der Gangway seines Fliegers aus Südafrika auf den Platz und Benjamin feierte ein nicht mehr für möglich gehaltenes und auch von objektiver Seite umjubeltes Comeback in Orange. Und so begann der Fortschritt mit folgender Startelf:
Thomas - Patte - Mario, Ralf, Kai, Björn - Felix Matti, Schirmi, René - Marco

Früher Rückstand

Die Hausherren, die das Spiel mit Sicherheit als kleine sonntägliche Trainingseinheit gesehen haben, begannen die Partie wie erwartet mit großem Druck. Die Defensive der Fortschrittler hatte Mühe, sich mit dem variablen und schnellen Spiel des Spitzenteams zurecht zu finden. Und als in der sechsten Minute das 1:0 für die Gastgeber fiel, fürchtete man im Lager der Gäste ein Debakel, während man auf Seiten des SFC bereits begann, die Torschützenliste handschriftlich zu verlängern.

Matti mit der Ausgleichschance

Es dauerte bis zur 20.Minute, ehe sich der Fortschritt etwas aus der Umklammerung der in PIN AG-Grün angetretenen Gastgeber lösen konnte. Matti und Debütant Schirmi bekamen langsam aber sicher mehr Zugriff auf die Gegenspieler und der Fortschritt wurde nun auch selbst ein wenig initiativ im Spiel nach vorn. Und Matti war es auch, der nach einer halben Stunde die Chance auf den Ausgleichstreffer hatte, als er aus etwa 20 Metern einen Schuß im Stile von Thomas Kastenmaier abgelassen hat, doch der Ball knallte statt ins Tor schmerzhaft in einen vor dem Gehäuse postierten Gegenspieler.

Fortschritt biss sich ins Spiel

Zwar hatte der Favorit mehr vom Spiel und war natürlich, nicht zuletzt auch aufgrund des etwa 20 Jahre niedrigeren Altersschnitt, auch spielerisch besser. Doch das Routinierkollektiv aus der Persiusstraße stellte sich immer besser auf die Angriffe ein. Auch ein grobes Foulspiel an Patte kurz vor der Halbzeitpause, das der Schiedsrichter nicht einmal mit einer Ermahnung ahndete, konnte den Fortschritt nicht aus der Fassung bringen.

Björn Redondo zeigt die Richtung des Spiels

Zur zweiten Halbzeit kam Bertram für Marco doch das bissige, griffige Spiel der Gäste blieb unverändert. Und mit zunehmender Spieldauer zeigte der Einsatz der Fortschrittler auch mehr und mehr Wirkung beim Gastgeber. Der hohe Favorit zeigte Nerven. Und spätestens als Björn im Stile von Redondo einen gegnerischen Angriff per Hacke unterband, wussten Spieler und Beobachter, dass dieses Spiel nun anders verlaufen sollte, als sich die großkopferten Hausherren das gedacht hatten.

Fortschritt immer mutiger

Von Minute zu Minute wurde man mutiger. Bertram setzte den Torhüter des SFC mit simplem Anlaufen so unter Druck, dass dieser unseren niederländischen Sturmtank anschoss und der Ball von Bertrams Oberarm an den Pfosten prallte. Leider war der nachrückende Felix von dieser Aktion so überrascht, dass er die Nachschussmöglichkeit nicht nutzen konnte.

Drangperiode der Gäste

Nun entstand ein fast schon an Powerplay erinnernder Druck des Fortschritt. Felix mit einem tollen Schuss und Kai mit einem Kopfball nach Ecke von Matti verpassten nur denkbar knapp den Ausgleich, der nun auch vollkommen verdient gewesen wäre. Der SFC fiel nun nur noch durch sporadische Konter auf, die Thomas zweimal glänzend unterband; sowie durch zunehmende Nickligkeiten.

Mit Mann und Maus

Eine Viertelstunde vor Schluss kam dann auch Rückkehrer Benjamin auf den Platz. Am Trikot noch das Preisschild und die Hose im Stile von Tom Selleck alias Magnum aus dem Jahre 1984 fügte sich der schwäbische Geißbockfan nahtlos ins kämpfende, grätschende und rennende Fortschritt-Kollektiv ein. Die Gäste in Orange warfen alles nach vorn, doch am Ende blieb es beim unglücklichen 0:1.

Man unterschätzt keine alten Männer

Fazit: Wieder einmal zeigte es sich, dass der Fortschritt nur dann funktioniert, wenn jeder für den anderen kämpft und man sich verbal und fußballerisch hilft. Körperlich zwar am Ende aber moralisch obenauf verließ man den Ort des Geschehens. Dem SFC sei gesagt: wer den Gegner unterschätzt, wird manchmal schneller und härter aus seinem fußballerischen Elfenbeinturm geholt, als man „Arroganz“ buchstabieren kann. Man darf gespannt sein, wen wir zum Rückspiel in der Laskerarena von dieser Mannschaft begrüßen dürfen – viele Spieler dürften es nicht sein, ist der Einsatz von Leuten aus der zweiten und/oder ersten Mannschaft in der Rückrunde dann nicht mehr erlaubt.

Nächste Woche bei Beach United

Doch bis dahin geht noch viel Bier unsere Kehlen hinunter und am kommenden Sonntag wartet schon die nächste schwere Aufgabe. Mit einer ähnlichen Leistung ist man auch gegen Beach United nicht chancenlos.

Patte #37

Der Heimfluch will sich nicht vom Lasker machen – Fortschritt vs. Schmargendorf 3:5

Nachdem man sich am vergangenen Sonntag beim Spitzenteam des FC Polonia ein verdientes Remis erkämpft hatte, war der Fortschritt optimistisch, auch gegen Schmargendorf einen Coup landen zu können. Immerhin hatte man
gegen die West-Berliner mit Karl, Kai und Matze drei Wechseloptionen und mit Felix einen spielstarken Mann für die Offensive.

Björn der neue Manni
Nach dem Ausfall von Patte spielte Björn auf der Liberoposition vor Keeper Thomas. Davor bildeten Mario, Ralf, Jens und René die Abwehrreihe. Im Mittelfeld sollten Micki, Matti, Sepp und Felix dafür sorgen, die einzige Spitze Roland einzusetzen, natürlich nicht, ohne die Defensive zu vernachlässigen.

Fulminanter Beginn
Und der Gastgeber begann wie die Feuerwehr. Bereits in der 5.Minute erzielte Felix nach feiner Vorarbeit durch Sepp das 1:0. Davon beflügelt setzten die Routiniers in orange nach. Bissig in der Defensive und mit schnellen Kombinationen nach Ballgewinn stellte man den Favoriten vor einige Probleme. In der 10.Minute stand es dann auch 2:0. Nach einem Freistoß von Sepp nutzte Felix das Durcheinander in der Schmargendorfer Abwehr und erzielte seinen zweiten Treffer. Was für ein Auftakt.

Überragender Felix
Es schien, als wolle man den Gast überrennen. Sepp verfehlte mit einem Kopfball nach einer Ecke von Matti nur um Zentimeter das Tor und Roland scheiterte nach einem wunderbaren Zuspiel von Felix denkbar knapp am gegnerischen Torhüter. Überhaupt Felix – der Marathonmann aus Thüringen spielte wie aufgedreht. Kein Zweikampf ging verloren, fast jede Aktion von ihm strahlte Torgefahr aus.

Lähmendes Entsetzen
Doch die Gäste wollten nicht so einfach klein beigeben und suchten nun ihrerseits ihr Heil in der Offensive. In der 34.Minute war es dann soweit. Nach einer kurz ausgeführten Ecke konnte der Gegner von außen ungehindert an den kurzen Pfosten Flanken, wo der Mittelfeldmotor der Wilmersdorfer hochstieg. Sepp verlor das Kopfballduell, und die Nr.2 aus Schmargendorf köpfte unhaltbar zum Anschlusstreffer ein. Dieser Treffer zeigte Wirkung. Drei Minuten später schenkten sich die Hausherren – mal wieder - das Tor zum Ausgleich fast selber ein. Und wiederum nur zwei Minuten danach erzielten die Gäste die Führung. Dem Fortschritt war jegliche Aggressivität aus den Anfangsminuten flöten gegangen.

Kurze Halbzeit durch kurzsichtige Schiri-Ansetzung
Der Fortschritt zitterte sich mit diesem 2:3 in die Pause. Dort sammelte man sich und besprach kurz, dass es nicht so weitergehen konnte, wie in der letzten Viertelstunde (ob der wieder einmal vollkommen sinnfreien Doppelansetzung des Schiedsrichters wurde die Halbzeit extrem verkürzt, so dass die Partie erst eine halbe Stunde beginnen konnte. Lieber BFV, vielleicht einmal auf die eigens angefertigten Ansetzungen schauen: wenn ein Schiri für ein Spiel angesetzt ist, welches um 10.30 Uhr endet, ist es ziemlich schwer, den gleichen Unparteiischen eine Partie anpfeifen zu lassen, die um 10.30 Uhr beginnt.).

Ralf schweißt den Ball ins Netz
Mit neuem Mut begann der Fortschritt also den zweiten Durchgang. Und auch, wenn Schmargendorf weiterhin mit Zug zum Tor spielte, wirkte Friedrichshain nun wieder wacher, aufmerksamer. Jens übernahm nun mehr und mehr die Rolle des Antreibers und der unermüdliche Felix, sowie der für den angeschlagenen Sepp gekommene Kai versuchten Druck aus dem Mittelfeld auszuüben. Eine seiner ersten Aktionen war dann, den Weg zum Ausgleich freizusperren. Über die linke Angriffsseite kombinierte sichder Fortschritt nach vorn, Kai legte ab und Ralf erzielte mit einem fulminanten Kracher in den Winkel das umjubelte 3:3.

Wieder zu leichte Gegentore
Doch nur wenige Minuten danach machte sich wieder Ernüchterung breit. Nach einem Freistoß von der rechten Seite trudelte der Ball zur erneuten Gästeführung ins Tor. Die Hausherren warfen nun alles nach vorne, doch
zehn Minuten vor dem En de dann das 3:5. René ging nicht energisch genug zu Werke und auch die hinter ihm postierten Björn, Jens und Matze konnten den Sololauf des Schmargendorfer Spielers nicht stoppen.

Kai gegen Schmargendorf
Und dennoch gab man sich im Lager des Fortschritt nicht geschlagen und der von Coach Momo in den Sturm beorderte Kai hätte zum Held vom Lasker werden können. Ein feiner Lupfer über Torwart konnte ein Abwehrspieler von der Linie kratzen, ein Kopfball landete Millimeter neben dem Gehäuse und eine Hereingabe von Felix verpasste der Routinier nur denkbar knapp. Diese drei Chancen ergaben sich alle innerhalb weniger Minuten und nicht nur deswegen hätte sich der Gast über ein Unentschieden nicht beschweren dürfen.

Ärgerliche Niederlage
Doch trotz leidenschaftlichem Kampf und tollem Einsatz stand man am Ende auf heimischem Geläuf erneut mit leeren Händen da. Das 3:5 liest sich klarer als es war. Ein verdienter aber durchaus schmeichelhafter Sieg für die Gäste. Für den Fortschritt bleibt die Erkenntnis, dass es immer wieder kleine Konzentrationsfehler sind, mit denen man sich selbst im Wege steht.

Nächsten Sonntag DAS Derby
Nächsten Sonntag steht dann das Derby beim starken SFC Friedrichshain an. Und eben der Begriff DERBY sollte für jeden Fortschrittler Motivation genug sein, mitzumachen, mitzuspielen, mitzukämpfen.

Patte

Tore: 5. Min. 1:0 Felix, 10. Min. 2:0 Felix, 34. Min. 2:1, 36. Min. 2:2, 39. Min. 2:3, 55. Min. 3:3 Ralf, 58. Min. 3-4, 80. Min. 3-5

Wechsel: Kai für Sepp, Matze für Mario, Karl für Ralf

1:1 beim FC Polonia - Fortschritt mit verdientem Punktgewinn

An einem sonnigen Herbstsonntag verschlug es die Elf vom Lasker für das 6. Saisonspiel an den uns schon wohlbekannten Platz bei den Borsig-Werken. Gegen den noch ungeschlagenen FC Polonia wollten die paar Fortschrittler, die noch halbwegs schmerzfrei geradeaus laufen konnten, eine defensiv etwas konzentriertere Leistung abliefern als zuletzt.

Die Aufstellung unterstrich dieses Ansinnen. Vor derm starken Torwart Thomas ordnete Patte als Libero die Viererkette mit den Innenverteidigern Ralf und Jens, dem RV Björn und LV Mario. Im Mittelfeld war es an Micki, Matze II, Sepp und René die Räume eng zu halten und den ein oder anderen Nadelstich mit Hilfe unseres einizigen Stürmers Marco zu setzen.

Und der Fortschritt war von Beginn an im Spiel. Die Zweikämpfe wurden angenommen und der Gegner frühzeitig unter Druck gesetzt. Polonia leistete sich immer wieder Fehler im Aufbauspiel und die oftmals recht uninspiriert vorgetragene Variante des langen Balls geriet entweder zu ungenau, wurde von den aufmerksamen Abwehrjungs abgefangen oder endete durch die gute Organisation der Fortschritt-Abwehr immer wieder in Abseitsstellungen von Polonia. Es entwickelte sich ein umkämpftes ausgeglichenes Spiel, bei dem auch der Fortschritt die ein oder andere Offensivaktion startete. Polonia schien nicht immer ganz sattelfest zu sein und durch das konsequente frühzeitige Stören ab der Mittellinie erzwang der Fortschritt schon früh in der ersten Hälfte das Führungstor. Polonia spielte einen Sicherheits-Rückpass zum eigenen Torwart, hatte aber Marco übersehen. Dieser nahm das Geschenk dankend an und lupfte den Ball in ganz abgezockter Manier über den verdutzten Polonia-Keeper, 1-0 für die Gäste aus Friedrichshain. Der haushohe Favorit aus dem Berliner Norden tat sich schwer eine Antwort zu finden. Wenn sie mal nicht ins Abseits rannten, waren Thomas und seine Vordermannen auf dem Posten. Und der Fortschritt hielt weiter gut dagegen und kam selbst zu eigenen guten Chancen. Marco kam nach einer schönen und schnell vorgetragenen Kombination zum Abschluss, Ralf hatte nach einer Ecke eine dicke Einschusschance und Sepp schaufelte einen Freistoß aus gut 25 Metern mit reichlich Rückenwind übers Gebälk. In der Halbzeit war Momo also weitesgehend zufrieden, auch wenn klar war, dass es ob der dünnen Personaldecke noch ein heißer Tanz werden würde.

Im zweiten Abschnitt musste sich der Fortschritt nicht nur gegen Polonia sondern auch gegen die Sonne und Gegenwind durchsetzen. Auch wenn die wackeren Orangenen sich teilweise zu weit hinten reindrängen ließen, kam die Heimmannschaft auch mit frischen Spielern nicht zu nennenswerten Chancen. Allerdings wurde das Spiel nun auch etwas ruppiger, da der Schiri sich dazu entschieden hatte, so gut wie alles einfach mal laufen zu lassen. Die Entlastungsangriffe des Fortschritt nahmen den nachlassenden Kräften entsprechend immer mehr ab, doch brauchte es Mitte der zweiten Hälfte schließlich eine vom Winde verwehte unhaltbare direkt verwandelte Ecke für Polonia um zum Ausgleich zu kommen.

Der Fortschritt kämpfte nach dem Ausgleich tapfer. Der Gegner reduzierte sich durch wiederholte Meckerei selber um einen Mann und mit etwas mehr Kraft und Übersicht hätte der Fortschritt vielleicht auch vorne noch was reißen können. Doch die letzten Zuspiele oder Abschlüsse waren leider zu hecktisch oder zu unpräzise, so auch kurz vor Schluss als Sepp auf Zuspiel von Rene aus gut 20 Metern zum Schuss kam und diesmal auch mit Gegenwind über die Kiste zielte. Gefährlich wurde es für die Gäste nicht mehr, da alle 90 Minuten so ziemlich alles gegeben haben. So durfte Matze II im Mittelfeld ein sehr gelungenes und zumindest mit einem Punkt belohntes Debut feiern, Björn auf ungewohnter Rechtsverteidiger-Position so gut wie alle seine Zweikämpfe gewinnen und Mario sich bei seinem unermüdlichen Einsatz über die ganze Länge der linken Seite auch mal lautstark mit dem Gegner besprechen. Patte und Jens im Wechsel füllten die "Systemneuerung Libero" souverän aus. Und Micki war trotz seiner Dauerkörperschmerzen immer unterwegs und eng am Mann. Insgesamt ein wirklich guter Auftritt der alten Männer.

Tore: 7. Minute: 0-1 Marco - 65. Minute: 1-1 Polonia

PS: Bitte korrigiert und ergänzt. Sonntag ist schon so lange her. Die Zeiten für die Tore habe ich mir komplett ausgedacht.

Fortschritt - Polnischer Olympiaclub 3:5

Ein Ergebnis, welches keinerlei Beschreibung bedarf, vielleicht abgesehen von: "Oh du dummer Fortschritt!!!".

Kader

Micki - Matze, Patte, Björn, Mario - Mark, Sepp - René, Stephan, Jens - Roland

Wechsel

45.Minute Ralf für Matze - 61.Minute Marco für Jens - 75.Minute Karl für René

(Anmerkung: es wurden nur 80 Minuten gespielt)

Torfolge

7.Minute 0:1 - 14.Minute 1:1 Mark (Stephan) - 16.Minute 1:2 - 33.Minute 1:3 -39.Minute 2:3 Mark (Roland)

42.Minute 3:3 Roland (Mark) - 60.Minute 3:4 - 79.Minute 3:5

Wenig Kunst und kein Glück gegen KUNST

Fortschritt 2, KUNST 4 das sind die nüchternen Fakten des Spiels vom letzten Samstag. Aufgestellt in einem flachen 4-4-2 versuchte der Fortschritt in der ersten Halbzeit redlich, das Spiel zu bestimmen. Jedoch fehlte das letzte Quäntchen Glück beim Abschluss. Ganz anders der Gegner: das 0:1 bereits in der 6.Minute per Ping-Pong-Ball aus 18 Metern. Auch die beiden weiteren Tore der ersten Hälfte, eher nicht selbst herausgespielt als durch unglückliche Momente der Fortschritt-Defensive verursacht (17. und 43.Minute), besiegelten den 0:3-Rückstand zur Pause.

Die Pause - turbulent sollte es zugehen, so doch der Schiedsrichter nebst Ehegattin sich zum Hauptdarsteller in dieser erkor. Details wollen hier ausspart bleiben.

Wieder gesammelt ob erster Halbzeit und besagter Turbulenzen war es nun am Fortschritt, Druck aufzubauen, was durchaus gelang. Wiederum sollte uns in vielen Szenen (Felix, Ralf, Micki) das Glück nicht hold sein. So durfte sich der Gästekeeper mehrfach auszeichnen, stoppte uns das Gebälk usw....

Torlos blieb der Fortschritt nicht - Felix markierte nach Vorarbeit durch Micki per FLANKE den 1:3-Anschlusstreffer (50.Minute). Dem zwischenzeitlichen 1:4 (80.Minute) per schnellem Gegenstoß der Künstler folgte in der 82.Minute ein schöner Treffer durch Jens, welchem wiederum eine Vorarbeit von Micki zugrunde lag.

Bleibt zu resümieren: eine unnötige und von daher sehr schmerzhafte Niederlage!

Aufstellung

ErsatzErsatzErsatzkeeper Mario - Matze, Ralf, Patte, René - Mark, Sepp, Stephan, Felix - Micki, Jens

Wechsel

72.Minute - Jörn für Patte,   80.Minute - Marco für Matze,   85.Minute - Karl für Sepp

 

Weiter gehts!!! René

Land unter bei Helgoland

Die zweite Pokalrunde führte das orangefarbene Kombinat nach Mariendorf zum klassenhöheren TSV Helgoland. Mit buchstäblich dem letzten Aufgebot reiste der Fortschritt in den Süden Berlins. Neben zahlreichen verletzten und angeschlagenen Spielern, brachte auch der Brückentag nach dem Feiertag einige Ausfälle in Form von Ausflügen oder Familienbesuchen ein.


Das Trainertrio bastelte aus den elf verbliebenen Spielern eine taktische Formation, die versuchen sollte, dem Gegner die Räume nicht zu groß werden zu lassen. Der angeschlagene Marco stellte sich für die Position des Keepers zu Verfügung und mit Bernd und Bertram kamen zwei alte Recken wieder zum Einsatz. Fortschritt begann demnach wie folgt:


Marco- Patte, Ralf, Kai, Bernd- René, Micki, Mark, Thomas- Bertram- Jens


Die neue Formation brauchte einige Zeit, sich zu finden und der Gastgeber versuchte sofort, druckvoll zu agieren. Leider trug dieses Bemühen schon bald die erste Frucht in Form eines Tores. Ein Langer Einwurf der Helgoländer wurde in der 10.Minute nicht konsequent geklärt und wie bei einem Flipperautomaten prallte der Ball von Mickis Fuß zum vollkommen blank stehenden Stürmer der Hausherren, der aus kurzer Distanz unhaltbar einschoss. Der Gegentreffer war umso bitterer, weil kurz zuvor Bertram nach tollem Paß von Jens eine große Chance zum Führungstreffer hatte, der gegnerische Torhüter den Ball aber gerade noch um den Pfosten lenken konnte.


Somit war der Plan der Fortschrittler schnell über den Haufen geworfen und das Team brauchte eine Weile, sich von diesem Rückschlag zu erholen. Nur langsam und mühsam befreite man sich aus der Umklammerung der schwarz-grünen Platzherren. Und die hatten im Gegenzug noch die ein oder andere gute Möglichkeit. Doch Marco reagierte zweimal sehr gut und zeigte, dass ein Stürmer durchaus auch weiß, wie ein Torhüter sich zu verhalten hat.


Mit zunehmender Spieldauer aber entwickelten auch die Friedrichshainer eigene Offensivaktionen. Defensiv nun sicherer stehend, versuchte man nun, das Mittelfeld schnell zu überbrücken, was ab und an auch gelang. Allein der letzte Paß, der letzte Punch vor dem gegnerischen Tor fehlte.


Zur Halbzeit stand demnach zwar dennoch ein 0:1, doch die Leistung, besonders in kämpferischer Hinsicht, stimmte Trainertrio und Team optimistisch, hier noch etwas holen zu können. Taktisch wurden keine Änderungen vorgenommen, personell bietet ein Kader von elf Spielern nicht unbedingt große Möglichkeiten zu reagieren.
Die Marschroute war also klar: raus in den zweiten Durchgang und mit Disziplin und Einsatz den Ausgleich erzielen. Doch bereits wenige Minuten nach Wiederanpfiff schlug der Favorit ein zweites Mal zu. Ein langer Ball von der rechten Seite, ein kleines Luftloch von Kai und der Kapitän von Helgoland machte das 2:0. Das saß und der Schock saß tief. So tief, dass man in der 60.Minute eine nahezu paralysierte Fortschritt-Mannschaft sah, die, bis auf Marco, fast unbeteiligt das 0:3 hinnahm. Der Ersatz-Ersatz-Keeper der Friedrichshainer wehrte zweimal aus kurzer Distanz toll ab, hatte dann aber beim dritten Versuch keine Chance mehr.


Nun musste man sich ernsthafte Sorgen um die Jungs von Momo, Micki und René machen. Sollte dieses Pokalspiel ein Debakel werden? Und mittlerweile machte sich auch der Mangel an Personal bemerkbar. Ralf konnte nur noch langsam gehen, nachdem er sich eine Zerrung zugezogen hatte. René machte sein lädierter Zeh immer schwerer zu schaffen. Patte plagte eine leichte Zerrung in der Leiste. Thomas hatte nach starker erster Halbzeit Probleme mit dem Knie.


Gut, dass Helgoland nun offenbar keine weitere Lust verspürte, Tore zu erzielen und dass der Fortschritt auch wieder zusammenreissen konnte. Tatsächlich hatten Jens und Mark sogar noch leidlich gute Einschussmöglichkeiten. Marco vertrieb die für den objektiven Betrachter nun bleischwere Langeweile mit Ausflügen á la René Higuita.


Am Ende kam der Schlußpfiff des sehr guten Schiedsrichters zwar nicht wie eine Erlösung daher, aber eine Erleichterung war deutlich zu spüren. Alle hatten alles gegeben doch in der Form und mit all den kleinen Wehwechen war an diesem Tag einfach nicht mehr drin.


Wollen wir hoffen, dass bis zum nächsten Punktspiel ein Teil der Blessuren auskuriert sind. Dann geht es wieder voller Elan auf den Platz und mit dem Einsatzwillen vom Pokalspiel, gepaart mit mehr Mut in der Offensive, sollte auch endlich wieder etwas Zählbares herausspringen.

 

Patte

Hallo Realität!!!

Kurz gesagt: KEINE CHANCE

Unser Heimspiel gegen starke Gegner von BEKA 1.FC 06 Berlin ging leider hoch verloren. Ein unbefriedigend und überdies glückloser Fortschritt sah im gesamten Spielverlauf keine Chance gegen die TikaTaka-Formation unseres Gastes.....

Startaufstellung: Niedel - Sroka, Wilde, Claussen, Pappritz - Bruch - Förster, Bank, Adelberg - Clees, Graul

Wechsel:           35.Minute - Marggraff für Graul (leider verletzungsbedingter Ausfall - gute Besserung Marco!)

                        55.Minute - Koch für Clees und Lembke für Sroka

Tore:                 0:1 (7.) 0:2 (32.) 0:3 (47.) 0:4 (68.) 0:5 (80.)

Bes. Vork.:         Niedel guckt einen Elfmeter über die Latte (62.)

 

Die Gegner, an denen wir uns orientieren sollten, kommen noch. Dann heißt es wiede: Auf gehts Fortschritt!!!

Die Rückkehr der alten Kampfschweine!

Wer hätte das gedacht? Nach zwei Spielen in der neuen Saison steht der Fortschritt mit der optimalen Punkteausbeute von sechs Zählern aber mal sowas von blendend da. Mit dem hart erkämpften aber vollkommen verdienten 3:1 im Derby gegen KAB besetzt man derzeit den zweiten Platz. Und auch, wenn dies zu diesem frühen Zeitpunkt nur eine Momentaufnahme ist, hat dieser Saisonstart durchaus eine gewisse Bedeutung und Aussagekraft.

Oldschool-Truppe mit Oldschool-Aufstellung

Samstagmorgen, kurz nach acht Uhr. Zwölf wackere Fortschrittkämpen treffen sich zum Auswärtsspiel im heimischen Laskerstadion, um sich dem hochmotivierten und nahezu in Bestbesetzung antretenden Derbygegner zu stellen. Aufgrund vieler Verletzungen und Krankheiten hat sich das Trainertrio um Neu-Coachin Momo etwas Besonderes ausgedacht. Die neue Übungsleiterin setzte sich mit der Idee durch, aus einer etwas defensiveren Grundausrichtung zu agieren. Zudem, ein wenig Oldschool darf ob des Altersschnitts der orangenen Helden von 41,8 Jahren schon sein, wird Matze mit einer Sonderaufgabe als „Kettenhund“ für den Spielmacher des KAB betraut. Rein optisch startet man also mit einem 4-3-1-2, wobei man aber vor der Abwehrkette mit, mehr oder weniger, drei „Sechsern“ agierte.

Kai wieder mit dabei

Im Tor stand aufgrund von Wadenproblemen Sepp, wofür Patte wieder „aus der Kiste“ durfte. Die Abwehrreihe war aber nicht nur durch diesen Wechsel nahezu komplett neu aufgestellt. Mit Kai und Steffen befand sich ein Ausbund an Routine in der Zentrale. Die Startaufstellung im Überblick:

Sepp - Mario, Steffen, Kai, Patte - René, Matze, Thomas - Micki - Marco, Roland
Wechsel: Mark für Patte (70.Minute)

Findungsprobleme beim Fortschritt

Man merkte den Friedrichshainer Alt-Internationalen an, dass man sich in Formation und taktischer Ausrichtung erst einmal finden musste. KAB versuchte oft, mit langen Bällen in den Rücken der Fortschritt-Abwehr zu gelangen, was auch zweimal klappte. Doch wehrte einmal Thomas einen strammen Schuss mit seiner strammen Wade ab, so reagierte Sepp das andere Mal im Stile eine Klassetorwarts á la Christian. Es dauerte bis etwa zur Mitte des ersten Durchgangs, ehe auch der Fortschritt im gegnerischen Strafraum vorstellig wurde. Nach einer Ecke von Patte köpfte Marco aus kurzer Distanz aufs Tor, doch der Keeper von KAB konnte mit einem Reflex ein Tor verhindern. Beide Teams neutralisierten sich nun zusehends und so war es nicht unbedingt verwunderlich, dass man mit einem torlosen Remis in de Halbzeitpause ging.

Umstellungen in der Halbzeit

In dieser veränderte Momo Aufstellung und damit auch die Taktik. Roland wurde aus dem Sturm ins Mittelfeld beordert, während Matze, weiterhin den Auftrag der Trainerin, „dem Zehner auf die Nerven zu gehen“ sehr gut ausfüllte.  Mit diesem 4-1-4-1 wollte man aber die durchaus wacklige Defensive der Gastgeber mehr beschäftigen. Zudem war mit Mark ein weiterer Spieler da, mit dem man zumindest eine Option für die Belebung der Offensive, wahlweise zur Stabilisierung der Defensive hatte.

Micki mit dem Führungstor

Und so startete die Friedrichshainer Combo engagiert in die zweite Hälfte der Partie. Es wurde versucht, schneller und schnörkelloser nach vorn zu spielen. Und es offenbarten sich dadurch in der Tat einige Lücken in der Abwehr von KAB. Nach einer Stunde war es dann soweit. Ein Eckball von Patte wurde von Marco benutzerfreundlich auf Micki abgelegt und der drosch die Kugel aus der Drehung und ohne viel Federlesens zum 1:0 unter die Latte. Großer Jubel auf dem Platz und auch außerhalb wurde man wieder toll unterstützt. Die Abteilung „aktive Rehabilitation“, bestehend aus Christian, Stephan und Björn war gekommen, ebenso wie natürlich die Fortschritt-Ultras: Mama, Oma, Tochter und Ehefrau von Marco.

Marco legt nach

Und eben dieser Marco war es dann auch, der den zweiten Treffer für das orangene Kombinat besorgte. Mario beendete in der 66. Minute einen wiederholt zwar wütenden, aber kopflosen Angriff der Hausherren rigoros und spielte einen langen Ball auf den Fortschritt-Stürmer, der sich zunächst stark im Zweikampf durchsetzte (wobei dieser etwas unübersichtlich war, hätte man ihn auch wegen Foulspiels des Verteidigers oder Handspiel von Marco unterbinden können), um dann den Torwart zu umkurven und zu guter Letzt den zurückgeeilten und auf der Torlinie harrenden Abwehrspieler auszugucken und den Ball dann ins Tor zu schießen. 2:0 für den Fortschritt.

Teamplayer Roland

Die Gäste hatten zu diesem Zeitpunkt Ball und Gegner im Griff. Vorne mit dem griffigen Marco und dem aufmerksamen Micki jederzeit gefährlich. Im Mittelfeld mit dem vorbildlich mannschaftsdienlichen Roland und mit Matze als personifizierte „Spielmachernervensäge“ stets auf Ballhöhe. Dazu mit den beiden Flügelspielern Thomas und René, die zweikampfstark (Thomas) und immer wieder antreibend (René) den Gegner vor mehr als ein Problem stellten. Auf den defensiven Außen mit dem sich immer mehr ins Spiel reinbeissenden Mario und gut stehenden Patte, sowie im Abwehrzentrum mit dem bärenstarken und spielsicheren Kai, sowie dem abgezockten und dazu noch gute Laune verbreitenden Steffen schier unbezwingbar – so sah sie aus, die fortschrittliche Mannschaftsleistung und wenn dann doch einmal ein Angriff „durchflutschte“, gab es mit Sepp einen absolut sicheren und souveränen Rückhalt im Tor.

Kurzzeitige Turbulenzen

Dennoch kam man kurzzeitig in Schwierigkeiten. Steffen wurde in der 75.Minute nach seinem zweiten Foul mit der gelbroten Karte vom Platz gestellt und kurz danach stand es urplötzlich nur noch 2:1.  Eine Ecke der Hausherren wurde lang und länger, Sepp stieg hoch, verfehlte aber die Kugel wie weiland Toni Schumacher im WM-Finale von 1986 und die Kugel fiel zu allem Unglück einem KAB-Stürmer auf den Kopf und von da ins Tor. Sollte diese Partie tatsächlich noch kippen?

Mark: Vorbereiter und Pädagoge

Die Antwort lautete: Nein. Und dies lag nicht zuletzt am eingewechselten Mark. Kurz zuvor für den angeschlagenen Patte aufs Feld gekommen, brachte Mark erst die Kapitänsbinde und dann sich in Positur (und ganz nebenbei erhöhte er auch noch einmal den Alterschnitt auf 42,2 Jahre).  Keine Anlaufzeit benötigend, war er sofort im Spiel und half mit, das kurz aufflackernde Hoffnungsflämmchen KABs auszupusten. Mit einer Energieleistung brachte er in der 79.Minute das 3:1 in die Spur. Ein Pressschlag am eigenen Strafraum, ein Pressschlag an der Mittellinie, ein Antritt wie seinerzeit Kevin Keegan beim HSV und ein gefühlvoller Lupfer über den Torwart an den Pfosten – allein diese Aktion wäre mindestens ein Tor wert gewesen, doch der Abpraller landete bei Marco und der, selbstbewusst wie Franck Ribery, schweißte den Ball direkt und ohne zu zucken ins Tor. Dass Mark im Torjubel auch noch pädagogisch auf Marco einwirkte, der sich zunächst verbal, dann leicht körperlich mit Abwehrspieler und Keeper der Gastgeber beschäftigte, anstatt seinen zweiten Treffer amtlich zu bejubeln,  zeigt zusätzlich den hohen Stellenwert des als HSV-Fans für den Fortschritt.

Zwei Spiele, zwei Siege

Das Spiel war nun entschieden, KAB hatte nichts mehr zu bieten und der Fortschritt verzichtete mangels Kondition auf weitere sportliche Tiefschläge in Form von Toren. Obwohl Mark kurz vor Abpfiff noch einmal einen auspackte und einen Befreiungsschlag des KAB-Torhüters direkt abnahm und ihn über den Keeper aber leider auch knapp über das Tor hob. Am Ende stand ein verdienter Sieg, schwer erarbeitet aber umso wichtiger. Wieder einmal zeigte der Fortschritt, dass es nur gemeinsam und nur über den Kampf geht. Und wieder gab es kein „Getutter“ sondern immer wieder positiven Zuspruch und motivierende Ansprache untereinander. Wenn sich nun die Verletztenliste weiter verkleinert, die Laufwege noch besser abgestimmt werden und sich das Wissen, dass man in jeder Partie an seine Grenzen gehen muss weiter verfestigt, steht einer sorgenfreien Saison eigentlich nichts im Wege. Das Schlusswort soll Trainerin Momo an dieser Stelle haben, die den Derbysieg wie folgt kommentierte: „Hihi!“

Patte