Spielberichte

5:2 gegen die Kickers beim Abschied vom Lasker!!!

Thomas - René, Björn, Patte, Mark - Micki, Matti, Sepp (75. Ralf), Jens - Marco (65. Boris), Kai (55. Tobias)

Tore: Kai (Matti), Micki (Kai), Marco (Sepp), Marco (Mark), Tobi (direkte Ecke)

Gelb: ???

 

Goodbye Lasker-Arena! Fortschritt verabschiedet sich mit 5:2 gegen die Kickers

Der Himmel weinte zum Tagesanbruch, als der Fortschritt zu seinem letzten Heimspiel in der Lasker-
Arena antrat. Gegen die Kickers sollte dabei auch der erste Sieg auf heimischen Geläuf eingefahren

werden.

In den Tagen vor dem letzten Heimspiel machte Kai in einer emotionalen, pathetischen und

wundervollen Mail an die Mannschaft klar, dass dies eine besondere Partie sein würde. Zu frisch

auch noch die Erinnerungen an das 4:4 im Hinspiel, als der Gegner in der gefühlt 13.Minute der

Nachspielzeit den Ausgleich erzielen konnte.

Der Fortschritt begann das Spiel dementsprechend engagiert. Bei eigenem Ballbesitz wurden

Spielgerät und Gegner munter laufen gelassen. In der Rückwärtsbewegung blieb man aggressiv

und kam auch nach Ballverlusten schnell hinter den Ball. Einzig die Chancenverwertung war zu

bemängeln. Allein nach der ersten Viertelstunde hätte es 2 oder 3:0 für die Orangenen stehen

können. Allein Micki hatte gute Einschussmöglichkeiten, doch auch Kai und Marco hätten die

Begegnung entscheiden können, bevor sie für den Gegner begonnen hat.

Doch vielleicht hat der Fußballgott vorgesehen, dass es bis zur 18.Minute dauern sollte, ehe Matti

eine wohltemperierte Flanke in den Strafraum schlug, wo sich Kai alle Zeit der Welt nehmen konnte

und die Kugel volley und mit einer Akkuratesse eines Schweizer Uhrmachers ins lange Eck schoss.

Die hochverdiente Führung für die Gastgeber. Und der Fortschritt blieb dran, ließ dem Gegner

kaum Luft zum Atmen. Die Defensive um Björn und Patte wurde kaum gefordert, weil das fleißige

Mittelfeld alles abräumte, was auch nur den Hauch von Angriffspotential hatte. So brauchten

die Kickers die gütige Hilfe des Schiedsrichters, um zum Ausgleich zu kommen. Mit dem ersten

ernstzunehmenden Angriff kam der Gast in de Strafraum, doch der Stürmer wurde vom mitlaufenden

René gut und vor allem fair abgedrängt. Der Stürmer versuchte mittels eines langen Beins an den

Ball zu kommen und entschied sich, als er merkte, dass dieses Unterfangen erfolglos bleiben würde,

mittels theatralischem Schrei und melodramatischem Gesichtsausdruck, einen Elfmeter zu schinden.

Von dieser Laienkomödie zutiefst beeindruckt zeigte der Unparteiische auf den Punkt. Auch zum

Erstaunen der Gegner, der dann aber doch unberührt und unhaltbar für Thomas zum 1:1 traf.

Mit diesem für die Kickers mehr als schmeichelhaften Ergebnis ging es in die Pause und für den

Fortschritt gab es dort nur eine Parole: Weitermachen, nicht nachlassen. Keine drei Minuten nach

Wiederanpfiff ließen die Friedrichshainer Altmeister diesen Worten Taten folgen. Kai schlug eine von

zahlreichen Ecken punktgenau auf den Elfmeterpunkt, wo Micki vollkommen freistand und den Ball

wuchtig und platziert per Kopf ins Tor beförderte. Nun war der Bann gebrochen. In der 51.Minute

dann schlug Fortschritt-Knipser Marco zu, als er einen feinen Paß von Mark zum 3:1 veredelte. Nach

genau einer Stunde war es erneut Marco, diesmal nach schöner Vorarbeit von Sepp, der das 4:1

besorgte. Die Kickers außer Rand und Band, der Fortschritt wie im Rausch. Immer wieder rollte ein

Angriff nach dem anderen auf das Tor der Gäste und der neutrale Beobachter verstand nun, warum

der Keeper der Gäste versuchte, sich zum Anpfiff mit einem orangefarbenen Trikot auf den Platz

zu schleichen. Mit seinem, nach Intervention des Schiedsrichters angezogenen, quietschbunten

Leibchen sorgte der Torsteher dann selbst für den fünften Treffer der Hausherren. In der 68.Minute

schlug Tobi eine Ecke scharf und hart genau auf die vom Spielgeschehen ohnehin wackelige Brust des

Keepers, von wo der Ball dann ins Tor fiel. Das Spiel war nun längst entschieden und so ließ man den

Kickers ein wenig mehr Raum. Doch zu mehr als dem ergebniskosmetischen 5:2 reichte es dann nicht

mehr.

Mit diesem auch in der Höhe hochverdienten und für die Kickers dankbarem 5:2 bricht Fortschritt

Friedrichshain seine Zelte am Lasker-Platz ab und zieht auf die Stralauer Halbinsel. Nach einer

schönen und ereignisreichen Zeit zeigen unsere Friedrichshainer Helden, dass man nie zu alt ist, um

zu neuen Ufern aufzubrechen.