Spielberichte

Fortschritt-Weltverein 2:2 (0:2)

In den letzten Zuckungen des Warmmachens der Schock: Christian verdrehte sich unglücklich das Knie und begann die Partie gegen den Favoriten aus Lichtenberg unter Schmerzen. Der Fortschritt versuchte aus einer massiven Deckung heraus das aus dem Hinspiel noch bestens bekannte schnelle Flügel- und Kurzpassspiel des Gegners zu unterbinden. Und in der Tat standen die Gastgeber eigentlich ganz gut, auch, wenn man dadurch das eigene Offensivspiel ein wenig vernachlässigte. Doch nach einer etwas schüchternen Anfangsphase befreite man sich etwas. Mitte des ersten Durchgangs aber ging es für Christian nicht weiter und der rheinische Schwabenfan musste raus und wurde durch Thomas ersetzt.
 
Nicht ansatzweise warm, geschweige denn im Spiel, musste er dann auch schon den Ball aus dem Netz holen. Ein Flachschuss rutschte ihm unter dem Körper durch und es stand 0:1. Das orangene Kombinat hielt aber weiter dagegen und versuchte nun immer wieder selbst mit schnellen Kombiantionen das Mittelfeld zu überbrücken. Gleichzeitig war man aber auch stets aufmerksam und schaltete nach Ballverlusten gut um Bis auf einmal, als der Starstürmer des Weltvereins die Kugel in den rechten Winkel schlenzte. Mit dem 0:2 sollte das Spiel nun den vom Weltverein und seinen Anhängern erwarteten Verlauf nehmen, doch am Arsch die Räuber! Kurz vor der Pause der Anschlusstreffer für den Fortschritt. Nach einer Ecke landete der Ball aus dem Gewühl erst am Innenpfosten, dann im Tor, dann an der Unterkante der Latte und wieder im Tor, bevor der Keeper der Gäste die Situation bereinigte, indem er den Ball aus dem Tor schlug. Leider hatte der Schiedsrichter den Ball überall gesehen, nur nicht da, wo er war - im Tor.
 
Mit einigermaßen Wut im Bauch begannen die Hausherren nun die zweite Halbzeit. Engagiert, bissig in den Zweikämpfen und mit einigen Umstellungen kam man sofort in die Partie. Und kurz nach Wiederanpfiff dann wahrhaftig das 1:2. Pattes Flanke wurde vom einlaufenden René noch durchgelassen, Micki drosch das Leder dann im Stile eines Klassestürmers und mit der Akkuratesse eines Uhrmachers in den rechten Dreiangel. Spätestens jetzt nahm das Spiel eine Wendung, die man sich beim Weltverein nicht einmal nach dem fünften Club Mate vorstellen konnte. In den nächsten Minuten gewann der Fortschritt nahezu jeden Zweikampf und jedes Laufduell. Ein Möchtegern-Befreiungsschlag aus der Abwehr der Gäste landete bei Björn, der den Ball direkt und präzise in den Lauf von Micki spielte, und der Sturmtank ließ den Ball einmal auftippen, um ihn dann mit soviel Gefühl, wie man es eigentlich nur aus Rosamunde Pilcher Filmen kennt, über den gegnerischen Torhüter zum umjubelten Ausgleich ins Tor zu heben.
 
In der Folge entwickelte sich ein munteres Spiel, doch man hatte den Eindruck, dass der Fortschritt griffiger blieb, geiler auf das dritte Tor war. Auch wenn der Weltverein noch den einen oder anderen Angriffsversuch startete. Aber gegen die Lust am Zweikampf, die nun bei jedem Fortschrittler herrschte, konnte der Favorit wenig ausrichten.
 
So stand am Ende ein verdientes Unentschieden und die Erkenntnis, dass wir , wenn wir alle auf (und neben) dem Platz zusammenhalten, zusammen arbeiten und uns immer wieder helfen - sowohl verbal, als auch fußballerisch - gegen wirklich jede Mannschaft mithalten können. Und dies soll am kommenden Samstag auch der SFC zu spüren bekommen.
 
In diesem Sinne,
 
Patte