Spielberichte

Habzeit verpennt - Fortschritt verliert 2:5 (0:3) bei Rapid Rummelsburg

Im frühlingserwachenden Lichtenberg stand das zweite Flutlichtspiel innerhalb einer Woche an. Bei Rapid wollten die Friedrichshainer Helden Wiedergutmachung für die Heimniederlage acht Tage vorher betreiben. Und der Fotrschritt begann engagiert, kampfstark und sorgte in den ersten 20 Minuten auch für das ein oder andere spielerische Highlight. Nach Ballgewinnen wurde schnell und präzise nach vorne gespielt, immer wieder über die Flügel, wo Fabi K. und Jens für mächtig Betrieb sorgten. Ein Schuß von René verfehlte das gegnerische Gehäuse nur um Millimeter; ein Kopfball von Kai konnte vom Torhüter der Rapidler nur mit größten Mühen aus dem Winkle gefischt werden.
Das 0:1 kam somit zwar nicht unbedingt aus dem Nichts, doch es fiel überraschend. Gegen den bulligen und schnellen Stürmer und seinen präzisen Schuß ins lange Eck standen Abwehrspieler und Christian im Tor auf verlorenem Posten. Kurz danach der zweite Gegentreffer, als Rapid einen Eckball nahezu unbedrängt per Kopf verwerten konnte.
Der Fortschritt verlor nun ein wenig den Faden und fing sich kurz vor der Pause das dritte Gegentor, als man im Mittelfeld den Ball vertendelte und schulbuchmäßig ausgekontert wurde.
 
Hälfte zwei begann eigentlich ganz gut. Die Abwehr stand höher und oft verfingen sich die Namenskopierer eines Wiener Traditionsvereins im engen Geflecht aus bissigen Mittelfeldspielern und fast schon belgisch anmutender Abseitsfalle.
Einmal passte man genau bei diesem Fallenstellen aber nicht auf und kassierte nach etwas mehr als einer Stunde das 0:4, und als Kompott nur Minuten danach das 0:5. Das orangene Kollektiv gab sich unbeeindruckt und spielte weiter nach vorn. Aus unerfindlichen Gründen wurde der Gastgeber plötzlich nervös und leistete sich einige Fehler. Als Folge davon kann der Elfmeter bezeichnet werden, den der Fortschritt vollkommen berechtigt zugesprochen bekam. Doch René, sonst ein Ausbund an Sicherheit vom Punkt, vergab die Chance auf Ergebniskosmetik.
Diese folgte jedoch kurz darauf, als eben jener René einen Eckball scharf vor das Tor brachte, der Ball an Freund und Feind vorbei rauschte und Kai die Kugel am langen Pfosten unter die Latte hämmerte. Rapid wurde nun, immer noch merkwürdigerweise, noch nervöser und als René dann einen Eckball sogar direkt verwandelte, schien alles möglich.
Doch die nachfolgenden Bemühungen der Friedrichshainer blieben ohne Erfolg und so stand eine Niederlage, die sich deutlicher hört, als es das Spiel hergegeben hat.